Holz ist ein Brennstoff, der direkt in der Region wächst, nachwächst und keine langen Transportwege braucht. Im Biosphärenpark gewährleisten seit 2006 eine eigene Biomasse-Logistik und -Lagerhalle in Raggal, dass der Brennstoff dort, wo er gebraucht wird, auch zur Verfügung steht. In allen sechs Gemeinden gibt es Nahwärmenetze, 80% des Wärmebedarfs der Gemeindegebäude sowie 60% des Wärmebedarfs der Privatgebäude werden mit Biomasse gedeckt.
Biomasseheizwerk Faschina
Projektträger: Biomasse GmbH
Ansprechperson: Dietmar Domig, walserhus@faschina.at, T +43/664/4106882
Projektzeitraum: 2003
In Faschina (Gemeinde Fontanella) wurde ein Biomasseheizwerk zur umweltfreundlichen Beheizung aller Hotels und Pensionen des Skiortes errichtet. Der Umstieg der Hotels auf Biomasse bedeutet eine jährliche Heizölersparung von ca. 200.000 Liter. Im Biomasseheizwerk werden Führungen angeboten, insbesondere Wintergäste zeigen reges Interesse daran.
Biomassestudie und Bau des Biomasseheizwerks Propstei St. Gerold
Projektträger: Propstei St. Gerold, 6722 St. Gerold, T +43/05550/2121-19, propstei@propstei-stgerold.at,www.propstei-stgerold.at
Projektzeitraum: 2005
Die Propstei St. Gerold ist eines der überregionalen Aushängeschilder des Großen Walsertals und nimmt auch im Tal einen besonderen Platz im kulturellen und spirituellen Geschehen ein. Bis Anfang 2006 wurde die Propstei mit Heizöl beheizt und wies einen Jahresverbrauch von 70.000 Litern auf, was einer Energiemenge von rund 1000 Schüttraummetern Hackgut entspricht.
Die Biomassestudie, die teilweise von der Regionalplanungsgemeinschaft Großes Walsertal mitfinanziert wurde, war die Grundlage dafür, die Heizanlage zu wechseln und ein Biomasseheizwerk für die Propstei zu errichten. Dies hat nicht nur eine positive Wirkung hinsichtlich Klimaschutz und Regionalwirtschaft sondern auch eine große Symbolkraft für das ganze Tal. Im Frühjahr 2006 wurde das Heizwerk in Betrieb genommen.